Mittwoch, 19. September 2018
Notruf: 112

ABC-Einsatz: Gemeinschaftsübung der Feuerwehren Karlsfeld und Dachau

Fit für den Ernstfall: die Feuerwehren aus Karlsfeld und Dachau haben kürzlich im Rahmen einer gemeinschaftlichen Übung den so genannten ABC-Einsatz trainiert.

Einsätze in Verbindung mit atomaren, biologischen oder chemischen Stoffen werden als solche betitelt. Den Bereich ABC findet man im Alltag nicht nur bei größeren und kleineren Unternehmen, sondern vor allem auf der Straße in Form von LKW’s, Kleintransportern oder auch im Schienenverkehr. Dieses Training ist unter anderem wichtig, damit im Alarmfall alles Hand in Hand geht und jeder genau weiß, welche Gefahren für Mensch und Umwelt bestehen können.

Im Hof des Gerätehauses der Feuerwehr Karlsfeld wurde ein Unfallszenario nachgestellt, der Fahrer des PKW wurde in Folge des Aufpralls verletzt. Fahrzeuge, welche gefährliche Stoffe und Güter transportieren, müssen mit orangefarbenen Warntafeln gekennzeichnet sein. Hier galt es für die Einsatzkräfte, die entsprechende Kennzeichnung ausfindig zu machen und festzustellen, welche Güter transportiert werden. Die verletzte Person musste durch den Trupp aus der Gefahrenzone gebracht und zur weiteren Behandlung an die Kameraden im Bereitstellungsraum übergeben werden. Weitere Details zur Art und Beschaffenheit des gefährlichen Stückguts wurden durch einen zweiten Trupp in Erfahrung gebracht, die erforderlichen Maßnahmen zur Bergung mit der Einsatzleitung besprochen. Im Übungsszenario handelte es sich hierbei um ein unversehrtes Strahlerbehältnis. Zusätzlich erschwert wurden die Arbeiten durch eingesetzte Gaffer in unmittelbarer Nähe zum Unfall-Fahrzeug.

Parallel wurde außerhalb des Gefahrenbereiches ein Dekontaminationsplatz für die eingesetzten Helfer oder auch kontaminierte Zivilpersonen aufgebaut. Ein so genannter Dekon-Trupp führte hier Messungen an den eingesetzten Trupps durch, um eventuelle Verstrahlungen festzustellen. Die Ausbilder erläuterten hierbei unter anderem die korrekte Vorgehensweise zum Ablegen der kontaminierten Einsatzkleidung und zur Bedienung der Messgeräte. Zum Abschluss der Gemeinschaftsübung erfolgte eine Auswertung der durchgeführten Arbeiten – nun bestens gerüstet für den nächsten Ernstfall.